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Big Data Olympics: Das Geheimnis der niederländischen Eisschnellläufer-Erfolge

Verfasst am 06.03.2018 von Gastautor

Big Data Olympics: Jac Orie und das Geheimnis der niederländischen Eisschnellläufer-Erfolge

Viermal Gold und einmal Silber bei den Olympischen Winterspielen 2018 sind ein Beweis dafür, dass Jac Orie ein erfolgreicher Eisschnelllauf-Trainer ist. Warum? Es hat alles mit Daten zu tun! – Ein Gastbeitrag von Ronald Tensen (Basefarm)

In der Eislaufwelt hat sich der Name Jac Orie etabliert. Er ist der Mann hinter den größten Erfolgen der niederländischen Eisschnellläufer. Gerard van Velde 2002, Marianne Timmer 2006, Marc Tuitert 2010 und Stefan Groothuis 2014: Sie alle gewannen mit Orie Olympia-Gold. Abgesehen von zahlreichen Medaillen haben diese Skater noch etwas Wertvolles hinterlassen: eine riesige Datenmenge. Modernste Analysen von Daten aus fast zwei Jahrzehnten haben Orie geholfen, sein Team im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang noch intelligenter zu trainieren. 

Data Science gewinnt

Die bisherigen Ergebnisse von Jac Ories großem Datenprojekt waren verblüffend. Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt sahen Sven Kramer (5.000 Meter Männer), Carlijn Achtereekte (3.000 Meter Frauen) und Kjeld Nuis (1.000 und 15.000 Meter Männer) Goldtriumphe im Schlittschuhlaufen zu Gold. Patrick Roest (5.000 Meter Männer) gewann Silber.

Weniger sichtbar ist, was genau hinter diesen Erfolgen steckt. Seit vielen Jahren verwendet Orie Testdaten, die von Skatern generiert wurden, um Geschwindigkeit und Ausdauer zu berechnen. Für Pyeongchang ging er noch einen Schritt weiter und arbeitete mit dem Leidener Datenwissenschaftler Arno Knobbe zusammen.

Der Big-Data-Ansatz, bei dem Rechenleistung zur Auswertung großer Datenmengen genutzt wird, hat zu vielen nützlichen Erkenntnissen geführt. Unter anderem zur Optimierung des Verhältnisses zwischen der Art und dem Zeitpunkt, der Dauer und der Intensität des jeweiligen Trainings. Ein Skater, der davon enorm profitiert hat, ist Kjeld Nuis. Die Daten zeigten, dass das Ausdauertraining am Morgen für ihn unwirksam war, was zu einer zeitlichen Verschiebung seines Trainingsprogramms führte – und zu zwei Goldmedaillen in Pyeongchang. 

Trotz dieser ersten großen Erfolge ist die Datennutzung für Orie, Knobbe und den Skating-Sport im Allgemeinen noch auf den ersten Runden. In den nächsten muss zum Beispiel das Phänomen der Superkompensation analysiert werden. Also das, was passiert, wenn ein Athlet vorübergehend die Trainingsintensität senkt, was zu einer Erholung des Körpers und einer Steigerung der Rennleistung führt. Nach Auswertung entsprechender Daten gilt es, diesen Effekt im Vorfeld eines wichtigen Rennens perfekt zu timen. Es wird eine komplexe Gleichung sein, bei der die Ergebnisse von Trainingseinheiten manchmal erst Monate später sichtbar werden und bei denen die Trainingsarten unterschiedliche Auswirkungen auf die Leistung bei Sprintdistanzen (insbesondere 500 und 1.000 Meter) einerseits und bei längeren Distanzen (1.500 Meter und darüber) andererseits haben.

Goldene Chancen – überall

Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass die Olympischen Winterspiele 2018 die ersten großen Datenspiele der Neuzeit waren. Inzwischen folgen andere Athleten dem Best Practice der niederländischen Skater, um die eigene Leistung zu optimieren. Und nicht nur bei Sportereignissen hat das Data Thinking solch enorme Effekte. Immer mehr Unternehmen setzen auf datengetriebene Geschäftsmodelle und verzeichnen entsprechende Erfolge. Bei Basefarm und Unbelievable Machine arbeiten wir mit einigen dieser Unternehmen zusammen, um ihren vorhandenen Reichtum an unerforschten Daten zu erschließen und neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden. In der Fertigungs- oder Dienstleistungsindustrie beispielsweise spart der Einsatz vorausschauender Instandhaltungsmaßnahmen jährlich viele Millionen Euro. Und auch das ist, wie beim Eisschnelllauf, erst der Anfang.

Zweifellos wird Big Data die nächsten Olympischen Spiele und die Geschäftswelt von morgen prägen. Die Frage ist: Wirst du ein Anwärter auf Gold sein?

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Unser Gastautor: Ronald (Roo) Tensen ist Marketing Manager bei Basefarm Amsterdam. Er vefügt über umfangreiche Erfahrung in der Internet- und IT-Branche – B2B und B2C – und ist erfolgreich in der Entwicklung und Einführung neuer Services und Marken.

 

Wenn du mit deinen Daten auf Medaillenkurs gehen willst, ist ein erster wichtiger Schritt, dich mit dem Data Thinking vertraut zu machen. Unser Whitepaper hilft dir dabei:

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