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Industrie 4.0 - Deutsche Unternehmen hinken hinterher

Verfasst am 29.05.2015 von Axel Hoffmann

Fragt man in diesen Tagen nach dem Topthema der deutschen Wirtschaft, heißt die Antwort fast unisono: Industrie 4.0. Die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produkten steht im wahrsten Wortsinn für die Zukunfts- und Konkurrenzfähigkeit unserer Unternehmen. Mit der "vierten industriellen Revolution" gehen ähnlich tiefgreifende Veränderungen für die Wirtschaft einher, wie sie zuvor die Mechanisierung (Dampfmaschine & Webstuhl), die Massenproduktion (Fließband) und die Automatisierung (Fertigungsroboter) hervorgebracht haben.

i40_2 bitkomGrafik: BITKOM

Als Erfinder des Begriffs beansprucht Deutschland für sich die Vorreiterrolle, und die Industrie 4.0 ist zur Chefsache von Wirtschaftskapitänen und Bundesregierung avanciert. Jüngste Belege: Sowohl die CeBIT als auch die Hannovermesse Industrie 2015 hatten die digitale Transformation von Fabriken und das Internet der Dinge in großem Stil auf der Agenda. Wir sehen allerdings deutlich:

 

Das Thema Industrie 4.0 steckt für die meisten Unternehmen noch in den Anfängen

Trotz aller Initiative – Das Thema Industrie 4.0 steckt für die meisten deutsch(sprachig)en Unternehmen noch in den Anfängen. Diese Sicht finden wir überall bestätigt: Aktuelle Umfragen unter Wirtschaftsentscheidern zeigen beispielsweise, dass das Gros die Relevanz des Themas durchaus versteht. Knapp 80 Prozent befragter Automobilhersteller, Maschinen- und Anlagenbauer stufen die es als wichtig oder sehr wichtig ein. Doch Handlungsbedarf wird daraus nicht unbedingt abgeleitet. Mehr als die Hälfte beschäftigt sich zwar mit dem Thema Industrie 4.0, doch meint damit keineswegs die Arbeit an einer konkreten Umsetzung, sondern zunächst die bloße Informationsbeschaffung.

In der Metall- und Elektroindustrie klingen die Antworten zum Kenntnisstand ähnlich: Mehr als drei Vierteln der Befragten ist der Begriff Industrie 4.0 bekannt, doch weniger als ein Viertel sieht ihn für sich klar definiert. Es herrscht ein diffuses, meist individuelles Verständnis von Vernetzung, Digitalisierung, Produktion und Prozessen. Doch in vielen Unternehmen – besonders in kleinen und mittleren – besteht reichlich Informationsbedarf.

Die Technologiespezialisten von Gartner, die die Entwicklung der Industrie 4.0 mit Insights und Außensicht begleiten, bestätigen dies in einer sehr aktuellen Analyse. Steve Prentice, Vice President Research und Gartner Fellow, hat sich auf dem Gartner CIO & IT Executive Summit 2015 in München gerade erst den elementaren Faktoren und Entwicklungen des wirtschaftlichen Megatrends angenommen:

 

Was ist Industrie 4.0 und was sollten CIOs dafür tun?

Im Kern beschreibt er, dass sich Industrie 4.0 nicht nur auf naheliegende Industriebereiche wie Fertigung und Logistik beschränkt: "Industrie 4.0 umfasst zahlreiche Technologien und Geschäftsmodelle, darunter das Internet of Things und das Digital Business, steht aber nicht synonym für eine spezifische Technologie oder deren Ablösung." Obwohl die Industrie 4.0 mit der fortgeschrittenen Fertigungstechnik beginnt, wird sie nachhaltige und weitreichende Auswirkungen auf grundlegende Bereiche wie etwa die Versorgung haben. Von der Smart Factory zur Smart City ist es ein logischer und konsequenter Weg.

Wichtig zu erwähnen findet Steve Prentice auch, dass sich die Industrie 4.0 nicht auf die DACH-Region beschränkt. Dem können wir uns nur anschließen: Auch wenn der Begriff aus einer deutschen Initiative hervorgeht, ist davon auszugehen, dass die industrielle Vernetzung von Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service auch anderswo, von den USA bis nach Asien, längst zielstrebig und pragmatisch angegangen wird.

 

Klare Empfehlung an Unternehmer: Fangen Sie klein an – aber fangen Sie an!

"Wir sind überzeugt, dass CIOs am besten bedient sind, wenn sie den pauschalen Blick auf die Industrie 4.0 – und ihr 'one size fits all'-Denken – auf kleinere, handhabbare Elemente herunterbrechen", empfiehlt Gartner eine schrittweise Investitions- und Vorgehensweise.

Eben diesen Modus empfehlen wir insbesondere für das Rückgrat der deutschen Wirtschaft: Gerade mittelständische Unternehmen haben beste Voraussetzungen in Sachen Industrie 4.0. Sie haben alle Möglichkeiten, um sich jetzt und hier zukunftsfähig aufzustellen. Sie verfügen bereits über ein hohes Maß an Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik. Sie sind nicht selten schon Jahrzehnte global vernetzt. Und: Sie verfügen in rauen Mengen über die wichtigste Ressource der Industrie 4.0 – die Daten. Was oft nur fehlt, sind Wege und Möglichkeiten, diese Daten zu konsolidieren; sie etwa in Echtzeit zu erfassen, auszuwerten und ad-hoc zu nutzen, um Produktionsprozesse durch Automatisierungen und Prognosen zu optimieren.

Big Data und Data Science ermöglichen, sie zu erschließen. Gern auch phasen- und/oder projektweise und – Stichwort Machine Learning as a Service (MLaaS) – kosteneffizient durch Nutzung externer Wissens- und Infrastruktur.

Steve Prentice skizziert anschaulich, was die Industrie 4.0 ist und was CIOs dafür tun sollten. Nun gilt es, konkret zu werden, um als Gewinner aus der vierten industriellen Revolution hervorzugehen.

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