Blog

Das *umBlog – Wissenswertes aus der Welt der Daten, Tech-Trends, Termine und Einblicke in unsere unglaubliche Company.

CDN - Content Delivery Networks

Verfasst am 09.07.2009 von The unbelievable Machine Company

Content Delivery Networks, oder kurz CDNs, bringen mediale Inhalte näher an den Endbenutzer und ermöglichen es so, den Seitenaufbau zu beschleunigen und die Zahl der Zugriffe auf den Ursprungsserver zu verringern.

CDNs werden von verschiedenen kommerziellen Anbietern bereitgestellt. Sie bestehen aus Servern, die dicht an den Zugangspunkten der Endbenutzer aufgestellt sind, um die Latenzzeiten zu verringern. Diese Server arbeiten im Prinzip wie Reverse Proxies, da sie nur einen Teil der gesamten Inhalte lokal vorhalten und nicht vorhandene Inhalte bei Bedarf vom Ursprungsserver oder einem anderen Upstream-Proxy holen.

Die Aufstellung dieser sogenannten Edge-Server unterscheidet die großen Anbieter am Markt. Die Edge-Server können direkt bei den Internetserviceprovidern oder in den großen Internet Exchanges (z. Bsp. im DE-CIX) aufgestellt werden.

Die Kosten, die für die Aufstellung der Edge-Server und den entstehenden Traffic anfallen, werden durch den Endkunden der CDN-Betreiber getragen. Um so erstaunlicher ist es, dass es auch Versuche gibt, kostenlose CDNs bereit zu stellen.

Das Projekt CoralCDN der New York University ist ein CDN auf Peer-to-Peer-Basis, welches im März 2004 online ging. Die Verteilung der Zugriffe erfolgt per Anycast, wie bei einigen kommerziellen Anbietern. Nach Selbstauskunft besaß das Projekt im Juni 2005 weltweit 260 Server. Alle Peers befanden sich hier unter der Kontrolle der Projektbetreiber. Ein echter Peer-to-Peer-Einsatz wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht gestartet.

Heute gibt es nicht mehr viele Neuigkeiten über das Projekt, auch wenn das System immer noch zur Verfügung steht. Man kann es einfach auf der Homepage des Projekts testen.

Ein weiteres Projekt, welches den Aufbau eines kostenlosen CDNs zur Aufgabe hatte, ist Globule. Das Projekt stellte ein Modul für den Apache Webserver zur Verfügung, welches die Replikation der Inhalte und deren Konsistenz sicherstellte. Dieses Modul erweiterte den Apache Webserver auch um die Funktionalität eines DNS-Servers, der den anfragenden Clients immer den nächsten Globule-Server zurück lieferte. Der nächste Globule-Server wurde dabei anhand der globalen BGP-Routingtabellen ermittelt.

Alle Webserver mit dem Globule-Modul melden sich bei einem so genannten Globule-Broker-Service an. Einen solchen stellt das Projekt für die Öffentlichkeit bereit. Er steuert die Replikation der Inhalte auf alle registrierten Webserver. Es ist jedoch auch möglich, einen eigenen Globule-Broker-Service aufzusetzen.

Leider wird das Projekt nicht mehr weiter entwickelt und der Sourcecode steht nur für den Apachen 2.0.58 zur Verfügung. Einer der Autoren war später an der Entwicklung des CDNs von Amazon beteiligt.

Der Aufbau eines freien CDNs ist selbst mit Peer-to-Peer Technik noch eine große Herausforderung (sowohl seitens der Entwicklung als auch vom finanziellen Aufwand her), sodass es eine kostenlose CDN-Nutzung momentan nur als einzelne Angebote einiger kommerzieller Anbieter gibt. So bietet beispielsweise Velocix ihr CDN mit 500 GB Traffic ostenlos an.

Weitere Fragen? Wir beraten dich gerne!

Social Media

Kontakt

The unbelievable Machine
Company GmbH
Grolmanstr. 40
D-10623 Berlin

+49-30-889 26 56-0 +49-30-889 26 56-11 info@unbelievable-machine.com

Kostenloses Whitepaper

Data Thinking:
Erfolgsrezept für den digitalen Wandel

Zum Whitepaper