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Cloud Computing: Public, Private, Hybrid - Was ist was?

Verfasst am 19.05.2016 von Axel Hoffmann

Cloud Computing-Unterschiede – Public, Private, Hybrid

Als Begriff haben wir Cloud Computing bereits grundlegend definiert als Bereitstellung von IT-Services über ein Netzwerk. Hier erklären wir, wie und in welcher Form dies geschieht. Denn Cloud ist nicht gleich Cloud. Es folgen die Modelle und Unterschiede der drei gängigen Varianten: Public, Private und Hybrid Cloud.

Welche Cloud-Modelle gibt es?

Bei Cloud-Services unterscheidet man verschiedene Arten der Bereitstellung. Unternehmen haben die Wahl zwischen drei Modellen:

  • Public Cloud
  • Private Cloud
  • Hybrid Cloud

Wie unterscheiden sich die Modelle voneinander?

Public Cloud

Die „öffentliche Rechnerwolke" beschreibt Angebote, die für jedermann über das Internet zugänglich sind. Zumeist handelt es sich um Software as a Service-Dienste (SaaS), etwa Web-basierte E-Mail-Services, die von privaten Endverbrauchern genutzt werden. Doch auch Unternehmen nehmen solche Services externer Anbieter in Anspruch, z.B. Serverkapazitäten von Amazon, das CRM Sales Force oder Office-Applikationen von Microsoft.

In der Public Cloud teilen sich viele Kunden eine gemeinsame virtualisierte Infrastruktur, die sich, je nach Anbieter der Software, meist nicht in Deutschland und oft auch nicht in Europa befindet. Der Nutzer hat auf den Ort und die Art der Datenhaltung ebenso wenig Einfluss wie auf Datenschutz- und Sicherheitsaspekte. Zudem sind Netzbandbreite und Verfügbarkeit durch vordefinierte Angebotspakete eingeschränkt.

Private Cloud

Dieses Modell verlagert die „Rechnerwolke" entweder auf Server ins Unternehmen selbst ("On-Premise") oder auf individuell zugeordnete Server im hochsicheren Rechenzentrum eines externen Dienstleisters.

In der On-Premise-Variante ist die unternehmenseigene IT-Abteilung für Management und Betrieb verantwortlich. Bei der Private Cloud über einen externen Dienstleister gibt es zwei Varianten: Platform as a Service (PaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS).

PaaS bezeichnet eine Dienstleistung, die in der Cloud eine Computer-Plattform für Entwickler von Webanwendungen zur Verfügung stellt. Dabei kann es sich sowohl um schnell einsetzbare Laufzeitumgebungen (typisch für Webanwendungen) als auch um Entwicklungsumgebungen handeln, die mit geringem administrativen Aufwand und ohne Anschaffung der "darunter liegenden" Hardware und Software genutzt werden können.

Mit IaaS ist gemeint, dass Unternehmen Rechner-Infrastruktur (Server-Speicher, Hardware und Netzwerkkomponenten) nicht kaufen, sondern bei Bedarf ("on demand") von einem externen Dienstleister mieten.

Hybrid Cloud

Nach ursprünglichem Verständnis benennt dieses Modell eine Mischform aus Private und Public Cloud, die oft noch als „Bestes beider Welten" bezeichnet wird. Gemeint ist, dass Unternehmen sensible Programme und Daten auf eigenen Servern bewahren und bestimmte Services über das Internet bei öffentlichen Anbietern betreiben, um eigene Ressourcen zu schonen.

Diverse Ausspähvorkommnisse der letzten Zeiten und die weiter offene Diskussion um Safe Harbor und Privacy Shield zeigen jedoch die Grenzen dieses Ansatzes auf. Im Informationszeitalter sind quasi alle Programme und Daten eines Unternehmens sicherheits- und datenschutzkritisch.

Ein zeitgemäßer Ansatz von hybridem Cloud Computing ist die Mischung aus Private Cloud und flexibler Private Cloud, ohne ein Ausweichen in den ungeschützten öffentlichen Bereich. Unternehmen betreiben und verarbeiten dabei Anwendungen und Daten im eigenen Rechenzentrum oder auf dedizierten, individuell zugeordneten und abgesicherten „eigenen" Servern in einem Rechenzentrum eines externen Anbieters, so dass bei einem wechselndem Bedarf mehr oder weniger Rechenkapazitäten bereitgestellt werden, jeweils mit den gleichen strengen Sicherheitskriterien.

Welches Cloud-Modell ist das richtige?

Ob sich ein Unternehmen für Public, Private oder Hybrid Cloud-Anwendungen entscheiden sollte, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Hier müssen die Verantwortlichen vor allem das Thema Sicherheitskriterien und Datenschutzbestimmungen im Blick haben. Wer sich für die Lösung "On-Premise" entscheidet, muss sicherstellen, dass sie ebenso reibungslos funktioniert wie in einer (externen) Private Cloud oder im Rahmen eines hybriden Betriebsmodells. Hier brauchen die Unternehmen höhere zeitliche und personelle Ressourcen.

Für die Sicherung und Verarbeitung sensibler Daten kommen Private Cloud-Anwendungen eine besondere Bedeutung zu. Zeitgemäße Hybrid Cloud-Varianten bringen Vorteile, wenn darüber hinaus mehr Dynamik und Elastizität der Unternehmens-IT gebraucht wird. Die weiteren Details sind Sache einer individuellen Beratung, in der genau auf individuelle Wünsche, Anforderungen und Voraussetzungen des Unternehmens eingegangen werden kann.

 

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