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Definiere Digitalisierung: Industrie 4.0 oder Internet of Things?

Verfasst am 09.12.2016 von Axel Hoffmann

Industrial Internet + Internet of Things = Industrial Internet of Things

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft schreitet – hier langsamer, dort schneller – unaufhaltsam voran. Gerade haben wir eine grundlegende Definition vorgenommen. Nun widmen wir uns zwei zentralen Begriffen, die geprägt wurden, um die zunehmende Digitalisierung zu beschreiben, und selbst die Berichterstattung prägen: Industrie 4.0 (Industrial Internet) und Internet der Dinge (Internet of Things). Beide werden oft synonym und deshalb nicht selten auch falsch verwendet. Zeit für eine unterscheidende Einordnung.

Was ist der Unterschied?

Die Begriffe Industrie 4.0 (I40) und Internet of Things (IoT) greifen die gleiche Veränderungsdynamik auf und fokussieren beide auf die zunehmende Vernetzung und Automatisierung von Geräten und Maschinen.

Industrie 4.0 ≠ Internet of Things

Dabei setzen sie jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Hier von einer wirtschaftlich-industriellen und einer privaten Betrachtungsweise zu sprechen, wäre zwar naheliegend, aber unzureichend. Denn privater Gebrauch von Dingen und die industrielle Innovation prägen einander heute gegenseitig.

Was ist die Industrie 4.0 (Industrial Internet)?

Die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produkten – in Deutschland Industrie 4.0 genannt, im englischsprachigen Raum Industrial Internet – ist für weite Teile der Wirtschaft immer noch ein Zukunftsprojekt.

Im Kern geht es sowohl um die effiziente Produktion bis zur Losgröße 1 als auch um ganze Wertschöpfungsprozesse in der intelligenten Fabrik (Smart Factory). Basierend auf hoch vernetzten und automatisierten Maschinen, die Netzwerkressourcen und -schnittstellen nutzen, um sich selbst und auch ihr Umfeld zu überwachen. Deshalb ist hier auch von Machine-to-Machine (M2M) Kommunikation die Rede.

Was ist das Internet der Dinge (Internet of Things)?

Das Internet der Dinge ist ein Verbraucher-orientiertes Konzept für die Nutzung von digitalisierten und vernetzten Produkten und Geräten. Fahrzeuge, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und viele andere Objekte des täglichen Lebens, die Informationen über ihren Gebrauch, ihre Umgebung und Nutzer sammeln. Diese Informationen werden im besten Fall vom Gerät genutzt, um die Leistung zu optimieren, oder können Grundlage für neue intelligente Services eingesetzt werden.

Wie geht es weiter?

Über die reine Konnektivität hinaus, benennt das Internet der Dinge auch die zukünftige Idee der Internet- und Cloud-basierten Kommunikation mit Geräten. Welche lebensverändernden Vorteile das Internet der Dinge bergen kann, wird deutlich, wenn man die Industrie 4.0 als seine impulsgebende Keimzelle betrachtet – und indem man die englischen Begriffe benutzt:

Industrial Internet + Internet of Things = Industrial Internet of Things

Durch das Internet getrieben, wachsen reale und virtuelle Welt zu einem Industrial Internet of Things zusammen. Es verknüpft lernfähige Maschinen, Big Data-Technologien, Sensortechnik, M2M-Kommunikation und Automatisierungstechnik, die bereits im industriellen Umfeld koexistieren. Und es wird unser komplettes Leben immer mehr verändern.

Die engere Vernetzung der digitalen Welt mit der Welt der Maschinen birgt das Potenzial für tiefgreifende Veränderungen der globalen Industrie und ergo für viele Aspekte des privaten wie gesellschaftlichen Lebens – bis hin zur Art und Weise, wie wir arbeiten und leben.

 

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