Blog

Das *umBlog – Wissenswertes aus der Welt der Daten, Tech-Trends, Termine und Einblicke in unsere unglaubliche Company.

KI-Strategie der Bundesregierung: eine Einordnung

Verfasst am 04.12.2018 von The unbelievable Machine Company

Der Branchenverband BITKOM nimmt Stellung zum Paper "Eckpunkte der Bundesregierung für eine Strategie Künstliche Intelligenz". Ravin Mehta, Gründer und Geschäftsführer von The unbelievable Machine Company, ordnet das Thema und seine Anforderungen aus Expertensicht ein.

Der Branchenverband BITKOM nimmt Stellung zum Paper "Eckpunkte der Bundesregierung für eine Strategie Künstliche Intelligenz". Ravin Mehta, Gründer und Geschäftsführer von The unbelievable Machine Company, ordnet das Thema und seine Anforderungen aus Expertensicht ein.

Deutschland will das Thema Künstliche Intelligenz (KI) durch zwei Instrumente strategisch ausgestalten. Zum einen hat der Bundestag eine Enquete-Kommission einberufen, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren mit den gesellschaftlichen Dimensionen und den wirtschaftlichen Potenzialen der KI auseinandersetzen wird. Zum anderen hat die Bundesregierung – federführend sind die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi), Forschung und Bildung (BMBF) sowie Arbeit und Soziales (BMAS) – eine KI-Strategie erarbeitet. Diese wurde aktuell verabschiedet und auf dem Digital-Gipfel am 3. und 4. Dezember vorgestellt.

Bereits im Juli hat die Bundesregierung Eckpunkte veröffentlicht, die als Grundlage für die KI-Strategie dienen sollen. Seither waren Verbände, Unternehmen und Fachexperten aufgerufen, ihr Feedback dazu einzureichen. Der Branchenverband BITKOM hat dies in Form einer umfangreichen Stellungnahme getan, in der er das Eckpunktepapier der Bundesregierung ausdrücklich begrüßt: "Es definiert zentrale Handlungsfelder, setzt die richtigen Akzente und identifiziert zielführende Maßnahmen." Das Eckpunktepapier, so heißt es, schafft die Grundlage für eine erfolgreiche KI-Strategie, die die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas im internationalen Umfeld stärkt. die notwendige Investitionen in Forschung und Entwicklung garantiert und die Deutschland zu einem attraktiven Forschungs- und Wirtschaftsstandort für KI-Experten aus aller Welt macht.

Detailliert bezieht der BITKOM Stellung zu den von der Bundesregierung identifizierten Handlungsfeldern, hebt die wichtigsten Ansätze hervor, arbeitet Defizite heraus und schlägt ergänzende Maßnahmen vor.

Als Mitglied der Branchenverbands haben wir unseren Teil dazu beigetragen und tragen selbstverständlich auch die Stellungnahme mit. An dieser Stelle und aus individueller Expertensicht ergänzen wir die Einordnung von Ravin Mehta:

Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht bloß ein "Mega-Trend", sondern die disruptive technologische Entwicklung unserer Zeit. Wenn wir heute von Digitalisierung, von digitaler Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit sprechen, dann kommen wir an KI nicht mehr vorbei. Sie ist entscheidender Faktor für die deutsche Wirtschaft und Industrie. Mehr noch, hat sie mittlerweile maßgeblichen Einfluss auf das Alltagsleben und generell auf die gesellschaftliche Entwicklung.

Umso wichtiger ist es diesmal – bei der neuesten Version einer digitalen Strategie der Bundesregierung –, keine weitere Absichtserklärung abzuliefern, sondern handfeste Grundlagen und Tatsachen zu schaffen. Auch darf es nicht nur um wirtschaftliche Förderung und finanzielle Unterstützung gehen. Vielmehr bedarf es der gezielten staatlichen Förderung von Forschung, digitaler Infrastruktur und Bildung.

Forschung nicht als bloßes, wenn auch wichtiges Fachvorgehen, sondern eng verzahnt mit der Wirtschaft und mit realen Anwendungsfällen. Digitale Infrastruktur jenseits des seit 2005 versprochenen „initiativen" Breitbandausbaus oder der „digitalen Agenda" von 2014. Und Bildung nicht erst auf Hochschul- und Berufsebene, sondern ab dem Schulalter. Inklusive der Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz sowie der entsprechenden technischen Ausstattung. 

Außerdem braucht es Transparenz und Vertrauenswürdigkeit, um Ressentiments und Befürchtungen abzubauen und statt dessen die Möglichkeiten zu belegen. Die Bundesregierung kann auch dazu einen wesentlichen Teil beitragen. Als steuerndes Organ, etwa mit einheitlichen Leitlinien für Compliance und Governance oder Datensouveränität.

Zugleich aber muss die Wirtschaft Positivbeispiele schaffen und kommunizieren. Auch im Zuge der DSGVO muss der Fokus auch auf die Nachvollziehbarkeit der Handlungen von KI und selbstlernender Algorithmen und die Interaktion des Menschen mit künstlicher Intelligenz gelegt werden. – Als einer der Innovatoren der Branche sind wir dabei!

###

Welch hohen Stellenwert KI mittlerweile in Deutschland hat, zeigen wir gemeinsam mit Crisp Research und Dell EMC in der Studie „Machine Learning in deutschen Unternehmen – Betrieb und Anwendung von Künstlicher Intelligenz". Sie gibt Entscheidern und Managern einen empirisch fundierten Überblick zur Integration in Produkte und Leistungen. Und sie zeigt, wie Unternehmen die Operations organisieren bzw. welche Anwendungen mittlerweile auf Machine Learning basieren oder dies in Zukunft tun werden.

Studie jetzt kostenlos herunterladen!

Ravin Mehta, Gründer und Geschäftsführer von The unbelievable Machine CompanyRavin Mehta ist Gründer und Geschäftsführer von The unbelievable Machine Company (*um) in Berlin, Frankfurt und Wien, und Teil des Executive Management Teams der Basefarm-Gruppe (ein Unternehmen der Orange Business Services), zu der *um seit Mitte 2017 gehört. Er ist einer der Pioniere in Cloud Computing und Big Data/Data Science und versteht sich auf die Entwicklung innovativer Nutzungsszenarien in den Bereichen Machine Learning/Deep Learning und KI. Ravin Mehta ist Informatiker mit Diplom der Technischen Universität Berlin. Vor der Gründung von *um war er zehn Jahre lang Geschäftsführer von Pixelpark.

Aktuelle Blogeinträge

Social Media

Kontakt

The unbelievable Machine
Company GmbH
Grolmanstr. 40
D-10623 Berlin

+49-30-889 26 56-0 +49-30-889 26 56-11 info@unbelievable-machine.com

Kostenloses Whitepaper

Data Thinking:
Erfolgsrezept für den digitalen Wandel

Zum Whitepaper