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Public-Cloud-Anbieter im Überblick: AWS, Azure und Google

Verfasst am 22.02.2019 von Axel Hoffmann

Public-Cloud-Anbieter im Überblick: AWS, Azure und Google // Bild royalty-free @ pexels.com

Cloud Computing ist ein wesentlicher Treiber der Digitalen Transformation. Public-Cloud-Anbieter bieten nicht nur komfortable Lösungen für Dateninfrastruktur, Storage und Compute mit Pay-as-you-go-Preismodellen, sondern auch eine breite Palette von Dienstleistungen von einfachen Data-Warehouse-Anwendungen bis hin zu umfassenden Machine Learning Tools. Für Unternehmen sind Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP) die wichtigsten Anbieter. Gartner verortet alle drei mit klarem Abstand vor dem Rest der möglichen Anbieter. Wir werfen einen Blick in die Details des Gartner-Reports.

Im zuletzt veröffentlichten Report „Magic Quadrant for Cloud Infrastructure as a Service, Worldwide" sehen die Analysten von Gartner Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure, gefolgt von Google Cloud in der Gruppe der „Leader". Dann folgt erstmal nichts. Kein weiterer Anbieter wird als „Visionär" oder als „Herausforderer" eingestuft. Mit IBM und Oracle finden sich weitere IT-Größen zusammen mit dem chinesischen Anbieter Alibaba Cloud erst in der Rubrik der „Nischen-Player" wieder.

Ein Grund dafür ist, dass im Vergleich zum Report von 2017 strengere Aufnahme- und Auswahlkriterien galten. Aktuell bezieht Gartner nur noch globale Anbieter ein, die über hyper-skalierbare integrierte Infrastructure-as-a-Service- (IaaS) und Platform-as-a-Service-Angebote (PaaS) verfügen oder sie derzeit entwickeln.

Gartners „Magic Quadrant for Cloud Infrastructure as a Service, Worldwide"

Gartners „Magic Quadrant for Cloud Infrastructure as a Service, Worldwide"

Für Entscheider lohnt sich also vor allem der Blick auf Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud. Gartner listet detailliert auf, wo die jeweiligen Stärken liegen und für welche Anwendung sich welcher Anbieter eignet. Hier gibt es die Zusammenfassung. 

Amazon Web Services (AWS)

AWS ist seit mehr als zehn Jahren Vorreiter und dominierender Marktführer im Bereich IaaS und im Bereich integrierte IaaS/PaaS. Mit einer Umsatzrendite von mehr als 20 Milliarden US-Dollar (Ende 2017). Dank neuer Dienstleistungen und Akquisitionen expandiert AWS weiterhin aggressiv in neue IT-Märkte und vergrößert sein umfangreiches Service-Portfolio kontinuierlich, so Gartner. Bereits eingeführte Cloud-Dienste hat der Provider zuletzt etwa um zusätzliche Features in den Bereichen Management und Integration erweitert.

AWS ist der Anbieter, der am häufigsten für die strategische Umsetzung ausgewählt wird, und gleichzeitig der meist ausgereifte, unternehmenstaugliche Anbieter mit der ausgeprägtesten Erfolgsbilanz und dem nützlichsten Partner-Ökosystem. Laut Gartner wird AWS deshalb von Kunden ausgewählt, die innovative digitale Geschäftsprojekte in Angriff nehmen, und ebenso von jenen, die traditionelle Rechenzentren in eine Cloud/IaaS-Umgebung migrieren wollen. Es unterstützt sowohl geschäftskritische Produktionsanwendungen als auch die Implementierung von hochsicheren und konformen Lösungen.

Implementierung, Migration und Management werden nach Gartners Zählung durch ein Ökosystem von weltweit mehr als 2.000 professionellen Managed-Service-Partnern erheblich erleichtert. Außerdem verfügt AWS über das umfassendste Cloud/IaaS-Anbieter-Ökosystem unabhängiger Software-Hersteller (ISV), das sicherstellt, dass Kunden den Support und die Lizenzen für die meisten kommerziellen Softwareprodukte sowie Software und SaaS-Lösungen erhalten, die mit AWS vorintegriert sind.

Microsoft Azure

Als großer und breit diversifizierter Technologieanbieter konzentriert sich Microsoft zunehmend darauf, seine Software-Funktionen in Form von Cloud Services bereitzustellen. Das Azure-Geschäft bestand ursprünglich nur aus PaaS-Komponenten. Mit dem Launch der Azure Virtual Machines im Juni 2012 (allgemein verfügbar im April 2013) stieg Microsoft in denCloud/IaaS-Markt ein.

Als wichtigste Stärke von Microsoft Azure benennt Gartner das „Microsoft-Erbe" – seine aktuell und künftig logische Verknüpfung mit anderen Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens wie etwa Office 365. Außerdem das bereits bestehende große ISV-Ökosystem sowie generell die strategische Bedeutung desCloud-Geschäfts für die Zukunft von Microsoft. 
Azure stellt ein breites Portfolio an IaaS- und PaaS-Diensten zur Verfügung. Und seine ambitionierte Roadmap zur Weiterentwicklung hat Microsoft bislang stets in die Praxis umgesetzt. Insbesondere Kunden, die strategisch auf Microsoft-Technologien setzen, wählen den Azure-Anbieter in der Regel als primären Cloud Provider.

Von den Analysten hervorgehoben werden die immer innovativer und offener gewordenen Leistungs- und Einsatzmöglichkeiten von Microsoft Azure sowie die verbesserte Unterstützung derAzure-Plattform für Linux und Open-Source-Application-Stacks. Viele Kunden nutzen Azure außerdem im Rahmen einer Multi-Cloud-Strategie für einen Teil ihrer Workloads. Kunden, die auf hybride Kombinationen aus On- und Off-Premises-Systemen setzen, eröffnet die Variante Azure Stack entsprechende Möglichkeiten. 

Google Cloud Platform (GCP)

Google, der internetbasierte Technologie- und Service-Anbieter, ist schon seit 2008 im Cloud-Geschäft, doch erst mit dem Start der Google Compute Engine im Juni 2012 (allgemein verfügbar im Dezember 2013) in den Cloud/IaaS-Markt eingetreten. Mittlerweile ist die Google Cloud Platform (GCP) als integriertes IaaS/PaaS-Angebot eine feste Größe im Markt.

Die Strategie der GCP konzentriert sich laut Gartner auf die Kommerzialisierung von innovativen, die Google für das eigene Privatkundengeschäft entwickelt hat und Unternehmen nun als Cloud Services zur Verfügung stellt.
Googles Roadmap zielt dabei zunehmend auf Kunden mit traditionellen Workloads und IT-Prozessen sowie mit Cloud-nativen Anwendungen. Google hat sich als „offener" Anbieter mit einem Schwerpunkt auf Portabilität positioniert, der sich auf Open-Source-Ökosysteme konzentriert. Wie seine Mitbewerber bietet Google hier mit der skalierbaren Prozessautomatisierung – also der vollautomatisierte Bearbeitung strukturierter Geschäftsprozesse – ein klaren Mehrwert, offeriert jedoch keine Open-Source-Lösung für diese proprietären Vorteile.

Gartner attestiert der GCP einen gut implementierten, zuverlässigen und leistungsstarken Kern von IaaS- und PaaS-Diensten mit einer wachsenden Zahl innovativer und teilweise einzigartiger Features – auch wenn das Leistungsspektrum nicht so umfangreich sei wie das der anderen Marktführer.

Mit hohen Investitionen in Schlüsseltechnologien wie Analytics und Machine Learning hat sich Google am stärksten auf dem Zukunftsmarkt der IT differenziert. Zahlreiche Kunden setzen Google-Dienste in diesem Kontext strategisch ein und nutzen dazu etwa das Google Date Warehouse Big Query als Basis ihrer Analytics-Initiativen.

Welcher Cloud Provider für welches Unternehmen?

Die Analyse zeigt klare Unterschiede und individuelle Stärken. Eben deshalb entscheiden sich Unternehmen in der Praxis eher selten für einen einzigen Cloud Provider. Wie auch Gartner konstatiert, verfolgen die meisten Enterprise-Kunden eine Hybrid- oder auch Multi-Cloud-Strategie und nutzen entsprechend die Services von mindestens zwei, oft auch allen drei führenden Anbietern.

Für Unternehmen ist es deshalb sinnvoll, anhand der eigenen Anwendungsszenarien auch eigene Bewertungskriterien zu entwickeln – und sich jeweils für den Public-Cloud-Provider zu entscheiden, der am besten dazu passt. Gerade wenn eine Hybrid- oder Multi-Cloud-Variante geplant ist, empfiehlt es sich, auch hierbei externe Beratung und Expertise hinzuzuziehen. „Transformationsbemühungen werden am besten in Verbindung mit einem Servicepartner durchgeführt", empfiehlt Gartner ebenfalls.
 

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