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Public-Cloud-Anbieter im Vergleich: AWS, Azure und Google (Teil 2)

Verfasst am 09.02.2018 von Axel Hoffmann

Public-Cloud-Anbieter im Vergleich: AWS, Azure und Google

Public-Cloud- und Infrastructure-as-a-Service-Dienste (IaaS) sind heute einer der Schlüssel für das erfolgreiche, digital basierte Business. Auf Enterprise-Level sind Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und die Google Cloud Platform das Maß der Dinge. Im ersten Teil dieses Beitrags haben wir uns AWS gewidmet, nun folgen Azure und Google. Wir erläutern die Unterschiede und welche Lösung für welches Unternehmen am besten ist.

Microsoft Azure

Microsoft Azure ist 2010 als Cloud-basierte Entwicklungsplattform und Platform-as-a-Service (PaaS) an den Start gegangen. Bis heute ist das Angebot stark gewachsen und umfasst auch IaaS- und SaaS-Produkte.

Inzwischen hat sich Microsoft Azure bei Unternehmen mit Windows- und Office-Umgebungen etabliert. Wenn Kunden etwa auf Office 365 migrieren, kann ihnen Microsoft auch Compute- und Storage-Dienste zu attraktiven Konditionen anbieten.

Hinzu kommt laut Gartner, dass immer mehr Unternehmen Azure als Zweit-Cloud-Plattform neben AWS einsetzen – und damit einer Multi-Cloud-Strategie folgen, die wir schon länger absehen konnten. Als Vorteil erweist sich dabei auch, dass mit Azure Stack eine Private-Cloud-Lösung bereitsteht, die sich bei Bedarf mit Microsofts Public-Cloud-Angeboten koppeln lässt.

Microsoft setzt mit Azure nicht auf das Konzept der Availability Zones. Trotz zunehmend international verteilter Data Center ist es im Vergleich zu AWS deshalb komplexer, Workloads über mehrere Regionen hinweg abzusichern.

Zu empfehlen ist Azure immer, wenn primär Microsoft-basierte Workloads in der Cloud laufen sollen, oder auch, wenn die Cloud-Komponente einer bestehenden lokalen Microsoft-Anwendung benötigt wird. In solchen Fällen erhalten Kunden per Enterprise Agreement kostenfreie Azure-Kapazitäten, wenn sie die Plattform nutzen. Zur gezielten Einrichtung und Nutzung empfiehlt sich auch im Azure-Umfeld die Unterstützung durch qualifizierte Experten.

Google Cloud Platform

2011 stieg auch Google mit PaaS-Angeboten in den Cloud-Markt ein und erweiterte dann um IaaS-Dienste. Mittlerweile umfasst die Google Cloud Platform alle für Enterprise Workloads notwendigen Kernfunktionen. In den Bereichen Application Container, Big Data Management und Machine Learning ist Google laut Gartner sogar führend. Gar einzigartig im Portfolio ist eine quelloffene und plattformunabhängige Machine-Learning-Plattform.

Auch Google ergänzt sein IaaS- und PaaS-Portfolio durch SaaS-Angebote. Darunter zum Beispiel Productivity-Tools, die auch klassische Office-Komponenten umfassen. Google offeriert dafür keine Rabatte per Enterprise Agreement, sondern folgt einem eigenen Schema, bei dem Kunden mit steigendem Nutzungsgrad der Cloud Platform weniger pro Software-Einheit bezahlen.

Als einschränkend wird die regionale Präsenz genannt, doch baut Google seine international dezentralen Data-Center-Kapazitäten aktuell aus. Ausbaufähig sind auch die weiteren Enterprise-Funktionen. Gartner nennt hier etwa die rollenbasierten Zugangskontrollen und User Management Tools. Hier ist Google dran, und bei der nächsten Analyse dürfte die Cloud Platform deutlich zu den Werten von AWS und Azure aufgeschlossen haben.

Welcher Cloud Provider für welches Unternehmen?

Die Analysen und Vergleiche zeigen Unterschiede, individuelle Stärken und auch Potenzial zur Ergänzung. Eben deshalb entscheiden sich Unternehmen in der Praxis eher selten für einen einzigen Cloud Provider. Die meisten verfolgen eine Hybrid-Cloud- oder auch Multi-Cloud-Strategie, konstatiert auch Gartner. Je nach Einsatzgebiet nutzen sie dazu Services von mindestens zwei, oft auch allen drei führenden Public-Cloud-Anbietern.

Vor diesem Hintergrund ist es für Unternehmen sinnvoll, anhand der eigenen Anwendungsszenarien auch eigene Bewertungskriterien zu entwickeln – und sich für den Public-Cloud-Provider zu entscheiden, der am besten dazu passt. Gerade wenn eine Hybrid- oder Multi-Cloud-Variante zur Debatte steht, empfiehlt es sich, auch hierbei externe Beratung und Expertise hinzuzuziehen. Dass ein einziger Provider alle Anforderungen eines Unternehmens erfüllt, bleibt weiterhin eher der Ausnahmefall.

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