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Was ist Self-Service BI?

Verfasst am 18.07.2019 von Axel Hoffmann

Was ist Self-Service Business Intelligence? Eine Definition von The unbelievable Machine Company // Visual royalty-free @pexels.com

Analysen und Reports selbst erstellen, kurzfristig, mit allen notwendigen Daten und ohne fremde Hilfe durch die IT-Abteilung oder hochkomplexe Software – das ist das Ziel von Business Intelligence als Self-Service-Variante.

Self-Service Business Intelligence, auch Self-Service BI oder SSBI, ermöglicht Mitarbeitern in den Fachabteilungen eines Unternehmens, auf eigene und zusätzliche Daten zuzugreifen und eigenständig Analysen oder Reports zu erstellen – etwa für die Data Discovery, Datenvisualisierung oder Predictive Analytics.

Vorteile der Self-Service BI im Unternehmen

Vorteil Fachanwender
Dank Self-Service BI sind die Mitarbeiter in den Fachabteilungen befähigt, die vorhandenen und erforderlichen Daten auf kurzen Wegen zusammenzutragen und selbst auszuwerten, um Analysen daraus abzuleiten und Berichte zu erstellen. Dies ohne die Hilfe der IT-Abteilung in Anspruch nehmen oder selbst über tiefergehende technische Kenntnisse verfügen zu müssen.

Auf diese Weise sind Auswertungen schneller verfügbar. Entscheidungsprozesse lassen sich einfacher mit Daten und Fakten unterfüttern, werden zielführender und effizienter. Die bereits vorhandenen Daten gewinnen an Wert, da sich mehr Informationen aus ihnen ableiten lassen, die in die Auswertungen der verschiedenen Abteilungen einfließen. Das gesamte Unternehmen kann wesentlich schneller auf wechselnde Marktgegebenheiten reagieren und sich, richtig eingesetzt, entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern.

Vorteil IT-Abteilung
Ohnehin stark ausgelastete IT-Abteilungen und -Mitarbeiter werden ebenfalls entlastet. Denn die Bereitstellung und Bedienung der klassischen, teils sehr komplexen BI Software reduziert sich deutlich oder entfällt. IT-Mitarbeiter müssen für die Fachabteilungen nicht erst das erforderliche Datenmaterial aufbereiten. Somit müssen sie sich auch nicht mit verschiedenen Sichtweisen und Analyseoptionen unterschiedlicher Abteilungen beschäftigen und können sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Voraussetzungen der Self-Service BI im Unternehmen

Wesentliche Faktoren für die Self-Service BI sind die transparente Verfügbarkeit der Daten und der Zugang zum Data Repository (Data Lake oder Data Warehouse). Für den einfachen Einstieg der Anwender empfehlen sich intuitiv bedienbare, funktional aufgebaute Anwendungen und Tools. Da Office-Anwendungen zumeist fester Bestandteil ihres Arbeitsalltags sind, eignen sich vor allem Oberflächen mit Excel- oder Access-ähnlichen Funktionen.

Eine weitere Grundvoraussetzung ist, neben der Abfrage von Daten, die Möglichkeit, Informationen in das System einzuspeisen. Anwender sollten aktuelle Daten zur vorhandenen Datenbasis hinzufügen und Prognosen oder Analysen auf der Grundlage des aktuellsten Materials erstellen können. Auch den anderen Abteilungen im Unternehmen sollten diese Daten in Echtzeit für ihre spezifischen Analysen zur Verfügung stehen.

Und dann ist noch wichtig...

Self-Service BI ist keine komplette Alternative zu traditionellen Managed-BI-Plattformen, deren Notwendigkeit in größeren Zusammenhängen weiterhin gegeben ist. Doch gerade die Self-Service-Variante bietet Unternehmen jeder Größe die Chance, Agilität zu entfalten, das spezifische Domänenwissen der Fachabteilungen in Projekte einzubinden und neue Erkenntnisse aus vorhandenen und ergänzenden Daten zu gewinnen.

Die Anwendungen und Tools der Self-Service BI funktionieren nicht autark, sondern sind Teil der Unternehmens-IT. Angebunden an vorhandene und nach Möglichkeit auch externe Datenquellen. Um dies grundlegend zu gewährleisten, braucht es jemanden, der den Rahmen und die Definitionen setzt, die Daten vorbereitet, sie konsolidiert und in ein einheitliches Format bringt, Sicherheitsrichtlinien überprüft und einhält. Die generelle Kontrolle muss weiterhin bei der IT-Abteilung liegen, denn sie weist die Rollen und Berechtigungen der Nutzer zu.

Eine wohl überlegte SSBI-Initiative braucht letztlich dreierlei: Entscheider, die mit den Marktentwicklungen Schritt halten wollen. Eine IT-Abteilung, die die Kontrolle behält. Und Experten, die sie begleiten.


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